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Nach dem Unfall an der Kurt-Tucholsky-Gesamtschule spricht Bürgermeister Frank Meyer von einer „neuen Dimension“ in der Diskussion um die Gebäudeunterhaltung an städtischen Schulen.  In einem Schreiben an den Oberbürgermeister fordert er vor dem Hintergrund dieses Unfalls ein sofortiges Umdenken. „Das, was zum Schutze von Schülern und Lehrern jetzt sofort veranlasst wurde, war sicher richtig. Doch es wäre ein großer Fehler, danach wieder zur Tagesordnung überzugehen. Was wir jetzt brauchen, ist nicht nur ein umfassendes Konzept zur Sanierung der Kurt-Tucholsky-Gesamtschule sondern aller Krefelder Schulen. Wir brauchen endlich zusätzliche finanzielle Mittel um das Thema auch wirklich nachhaltig und kraftvoll angehen zu können“.   

 

Die SPD habe mit ihrem „Kommunalen Pakt für Bildung und Substanzerhalt“ in den letzten Hausplanberatungen schon einen Weg aufgezeichnet. Das sei aber von CDU, FDP und UWG abgelehnt worden. Sechs Millionen Euro sollten so zusätzlich zu den im Haushalt vorhandenen Mitteln pro Jahr zweckgebunden in die Gebäudeunterhaltung und sonstige Infrastruktur fließen. Zur Finanzierung sollte die Gewerbesteuer geringfügig angehoben werden. „Ich kann nur hoffen, dass so ein Ereignis endlich ein grundlegendes Umdenken einleitet und wir uns an Lösungsansätze begeben können“.    

 

Frank Meyer erhofft sich auch deshalb ein Signal für den kommenden Haushalt, weil  die Verwaltung bereits signalisiert hat, dass mit den vorhandenen Mitteln eine umfassende Sanierung der Krefelder Schulen nicht möglich sei. „Wir müssen auf diesen Unfall reagieren, sonst werden wir in dieser Stadt einen massiven Vertrauensverlust bei Eltern, Schülern und Lehrern erleben“.

 

Selbstverständlich müssten jetzt sofort alle notwendigen Maßnahmen eingeleitet werden, damit ein ordnungsgemäßer Unterricht ohne Risiko an der Kurt-Tucholsky-Schule wieder durchgeführt werden kann. „Die dazu notwendigen Beschlüsse werden wir in den politischen Gremien der Stadt Krefeld  nachhaltig unterstützen“, erläutert der Krefelder Bürgermeister.