Haushalt 2012
Doris Nottebohm: „SPD für Erhalt der Notschlafstelle für Obdachlose der Diakonie"
Die Krefelder SPD kämpft weiter für den Erhalt der Notschlafstelle der Diakonie, die jetzt durch nicht bereitgestellte Mittel von CDU, FDP und UWG in ihrer Existenz nachhaltig gefährdet ist. Es handelt sich dabei um einen städtischen Zuschuss in Höhe von 60.000 Euro als Ausgleich für wegfallende Bundesmittel.
„Hier geht es um eine wichtige Aufgabe, die von der Stadt Krefeld geleistet werden muss und die jetzt durch die aktuelle Haushaltskoalition von CDU, FDP und UWG missachtet wird. Wir bedauern diese Entscheidung zutiefst und werden uns auch weiterhin für den Zuschuss an die Krefelder Diakonie stark machen", erklärt die sozialpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Doris Nottebohm.
Zum Hintergrund: Die Diakonie hat einen seit 1991 bestehenden Vertrag mit der Stadt Krefeld, in dem die Zuschüsse und die daraus resultierenden Aufgaben geregelt sind. Aufgrund von wegfallenden Bundesmitteln für Ein-Euro-Jobber und weiterer Zuschüsse hat die Diakonie große Schwierigkeiten, die Notschlafstelle für Obdachlose und deren Betreuung, vor allem an Wochenenden, erfüllen zu können.
„Die vielen hauptamtlichen und ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer der Diakonie, aber auch die dort Obdach suchenden Menschen brauchen jetzt Sicherheit und eine Perspektive", fordert Doris Nottebohm (SPD).
Zuschuss an Diakonie entlastet Stadtkasse
Des Weiteren gibt die SPD-Ratsfrau zu bedenken, dass im Falle der Schließung der Notschlafstelle der Diakonie viel höhere Kosten auf die Stadtkasse zukommen würden.
„Der zusätzliche Zuschussbedarf an die Diakonie beträgt ungefähr 60.000 Euro. Sollte aufgrund von fehlenden Finanzmitteln die Diakonie ihre Notschlafstelle schließen, so müsste die Stadt eine neue Notschlafstelle errichten und diese in städtischer Trägerschaft betreiben. Die daraus entstehenden Kosten wären dann immens höher und stehen in keinem Verhältnis zu der Höhe des geforderten Zuschusses", erklärt Doris Nottebohm (SPD).
„Die Diakonie besitzt qualifiziertes Personal, Räume und die dazugehörige soziale Infrastruktur, um die Menschen gut und zuverlässig betreuen zu können. CDU/FDP und UWG setzen eine so etablierte soziale Institution aufgrund von Haushaltskompromissen aufs Spiel und machen unsere Stadt dadurch kälter und unsozialer. Die SPD fordert daher eine Rücknahme der Beschlüsse aus der letzten Sitzung des Finanz- und Beteiligungsausschusses und beantragt die Aufnahme von 60.000 Euro als Zuschuss für die Notschlafstelle der Diakonie in den Haushalt 2012", bekräftigt Doris Nottebohm.