CDU/FDP/UWG blockieren Ansiedlung „Cafe Del Sol"
SPD: Eisiges Klima für Investitionen in Krefeld
„Wir nehmen die Bedenken von Bürgerinnen und Bürgern sehr ernst. So auch in diesem Fall. Aber wenn in der Sache alles beraten und diskutiert worden ist, dann muss auch entschieden werden, sonst machen wir unsere Stadt handlungsunfähig und können die Arbeit von Verwaltung und Politik einstellen", sagt der planungspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Jürgen Hengst.
Er kritisiert die Entscheidung von CDU/FDP/UWG, die Ansiedlung des Cafe Del Sol an der Ecke Berliner Straße / Violstraße erneut zu blockieren. „Diese Entscheidung ist zum jetzigen Zeitpunkt absolut unverständlich und ein herber Rückschlag für den Standort Krefeld. Wir arbeiten seit fast zwei Jahren an diesem Projekt - ohne Entscheidung. Wir können bald auf unsere Stadteingangsschilder schreiben:
Krefeld - Stadt ohne Investoren".
Jürgen Hengst verweist darauf, dass alle Fragen, die im Dialog zwischen Politik, Verwaltung und Anwohner angesprochen wurden, als abgearbeitet angesehen werden müssen. Die Verwaltung wäre keine Antwort schuldig geblieben. Sowohl ein Verkehrsgutachten sei erstellt worden, als auch die Regelungen aus einem schalltechni-schen Gutachten seien allesamt eingearbeitet worden. „So wurde auch vorgeschlagen, dass zur Vermeidung möglicher Schleichverkehre in den benachbarten Wohngebieten die Tiergartenstraße an der Einmündung Violstraße abgepollert wird".
In geheimer Abstimmung: CDU lässt Oberbürgermeister im Regen stehen
Unverständlich für Jürgen Hengst, dass sich der Oberbürgermeister in der CDU Fraktion nicht durchsetzen konnte. „Herr Kathstede hat nachdrücklich dafür appelliert, jetzt eine Entscheidung zu treffen, damit der Investor nicht verprellt wird. Ohne Erfolg, die CDU hat ihn, auch in geheimer Abstimmung, einfach im Regen stehen lassen". Kathstede hatte noch in der Ratssitzung davon gesprochen, dass der Investor über das Verfahren „stinksauer" sei.
Der SPD-Politiker begrüßt den engen Dialog zwischen allen Beteiligten, kommt jetzt aber zu dem Schluss, dass offensichtlich sachfremde Gründe zu dieser Entscheidung geführt haben. „Vorausgesetzt, dass man nicht grundsätzlich gegen eine Ansiedlung ist, das war zunächst von allen Fraktionen zu hören, dann muss man in Abwägung aller Argumente jetzt zu einer Zustimmung kommen". Jürgen Hengst fordert alle Fraktionen auf, endlich den Weg frei zu machen für eine sinnvolle Investition in Krefeld." Das Cafe Del Sol wäre mit seinem ungewöhnlichen Restaurant-Konzept eine Bereicherung für Krefeld. Gerade junge Erwachsene würden sich über diese Attraktivitätssteigerung in ihrer Stadt freuen.